Tonträger

Höhepunkt der Belanglosigkeit erreicht

U2 war immer eine schwierige Band - jetzt werden sie auch noch schlecht

Album-Tracklist

  • 01 - Love Is All We Have Left (02:41)
  • 02 - Lights Of Home (4:17)
  • 03 - You're The Best Thing About Me (03:46)
  • 04 - Get Out Of Your Own Way (03:34)
  • 05 - American Soul (04:47)
  • 06 - Summer Of Love (3:24)
  • 07 - Red Flag Day (03:20)
  • 08 - The Showman (03:24)
  • 09 - The Little Things That Give You Away (04:56)
  • 10 - Landlady (04:02)
  • 11 - The Blackout (04:46)
  • 12 - Love Is Bigger Than Anything In Its Way (04:01)
  • 13 - 13 (There Is A Light) (04:20)

Es geht wieder los

Jetzt darf es dann also wieder losgehen: Das fast schon reflexartige U2-Bashing, sobald die Iren mit einer neuen Platte um die Ecke kommen. Glaubt man den Musik-Kritikern grenzt es an ein mittelgroßes Wunder, dass Bono und seine Mitstreiter noch immer Platten machen dürfen und diese dann auch noch verkaufen.

U2, Helene Fischer und Pur

Böse Zungen sehen ein ähnliches Phänomen bei Helene Fischer oder dem Romantik-Pop von Pur. Kein Mensch bekennt sich, doch die Konzerte sind stets voll und die Platten gehen weg wie warme Semmel. Dass die Kritiker schimpfen dürfte dabei sowohl U2 als auch Helene Fischer oder Pur völlig egal sein – und den Fans sowieso. Dabei kann man als Band doch gar keine gute Musik machen, wenn man einen Frontmann wie Bono hat, der in den letzten Jahren kaum ein Fettnäpfchen ausließ, um zu beweisen, dass er schon längst nicht mehr von dieser Welt ist und an Doppelmoral kaum noch überbietbar. Also immer schön drauf auf die Iren. Machen doch alle, macht sogar Spaß und ist so schön einfach. Wirklich mal reinhören in die Platte? Ach, im Grunde gar nicht nötig. Verschenkte Lebenszeit.

Der Fluch der eigenen Taten

Aber ist es eben wirklich so einfach? Kann man an eine Band, die heute mehr denn je unter den eigenen Taten des »Immer größer, immer lauter, immer bunter« leidet, überhaupt noch gerecht beurteilen? Nun, als Kritiker sollte man das können. Es ist schließlich deine Aufgabe.

Musikalischer Dünnschiss

Und nun, was soll ich groß sagen? Warum soll ich mir das Leben unnötig kompliziert machen? Das U2-Bashing ist eröffnet und das Traurige an der Sache ist: Es ist dieses Mal mehr als berechtigt. Das, was das Quartett hier als neues Album verkaufen will, ist nichts anderes als musikalischer Dünnschiss – im wahrsten Sinne des Wortes ohne jede Substanz. Jeden einzelnen Song hat man irgendwo irgendwann schon einmal gehört – und zwar wesentlich besser. Wären U2 nicht U2 – kein A&R dieser Welt wäre auch nur annähernd auf die Idee gekommen, diese weichgespülte Pop-Kacke zu veröffentlichen.

Keine Luft zum Atmen

Da werden die ewig gleichen Gesangslinien in der Studio-Produktion derart zugekleistert, dass keine Luft zum Atmen bleibt. Überraschungen? Vielleicht gar Experimente? Fehlanzeige. Ideen? Kreativität? Frag nicht. »Songs Of Exerience« ist eine ganz eigene Erfahrung. Eine, die man lieber nicht machen möchte und die schnell zu verschwendeter Lebenszeit wird. Beenden wir also diese Besprechung hier nun ganz schnell und widmen wir uns lieber den angenehmen Dingen des Lebens.

U2 - Songs Of Experience

Meine Wertung

EIn trauriges Kapitel in der Geschichte der Band - an Ideenlosigkeit kaum noch zu übertreffen

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Stichworte

The Disorder

Weltinteressierter, offenaugiger, nachtneugieriger Individualmensch in glücklicher Zweierbeziehung, der Musik und Fotos macht, Bücher schreibt und Filme filmt.

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