The Gofer Of InsanityWork in Progress

Aus gesundheitlichen Gründen

Konzerte in Berlin

Nun ja, eigentlich hätten bereits in der letzten Woche die Vorbereitungen zur kommenden Tour und zu einigen Konzerten in Berlin starten sollen. Schließlich soll »The Gofer Of Insanity« ja nicht nur so eine beliebige Studiokonserve werden.

Fragen über Fragen

Ein Konzept muss erarbeitet werden, ein Zeitraum gefunden werden, Termine müssen abgestimmt werden, die passenden Locations wollen ebenfalls gefunden werden. Dann das Bühnenbild selbst, die Lightshow, das Ganze mit oder ohne Videos? Wenn ja, wollen die Videos für die Show auch gedreht werden. Live-Musiker wollen gefunden werden, eine Setlist muss erarbeitet werden – spielt man das ganze Album? In welcher Reihenfolge welche Songs? Kommen Songs von früher hinzu? Kommen Songs hinzu, die es nicht auf das Album geschafft haben? Was ist mit der technischen Machbarkeit? Wo stößt welche Location an welche Grenzen? Und welche Locations kommen überhaupt in Frage?

Probe muss sein

Und natürlich will so eine Show auch geprobt werden! Doch wo? Und welchen Aufwand betreibt man? Die ganze Show schon in den Proberaum? Oder Einzelproben und dann eine große Probenwoche, in denen hoffentlich alle Einzelteile ineinander greifen? Fragen über Fragen und über allem das große Ziel, den Leuten einen Abend zu bieten, den sie so schnell nicht vergessen werden. Ein großes Ziel – zugegeben – doch halbe Sachen sind nicht mein Ding.

Jetzt heißt es Kräfte sammeln

Wie ärgerlich, wenn sich just in dem Moment des Startschusses plötzlich die eigene sterbliche Hülle meldet und auf ihre ganz eigene Art und Weise in die Welt posaunt: So mache ich nicht weiter! Ich brauche mal eine Pause und muss wieder Kräfte sammeln.

Warum aus gesundheitlichen Gründen?

Und bei allem Verständnis gegenüber dem eigenen Körper und seinen Bedürfnissen und selbst nach einsetzender Erkenntnis, dass man in den letzten Wochen und Monaten mal wieder über die eigenen Verhältnisse gelebt hat, am Ende bleibt doch die Frage: Warum heißt es eigentlich in diesem Falle so oft aus gesundheitlichen Gründen? Müsste es nicht viel mehr aus krankheitlichen Gründen heißen? Oder sind wir inzwischen so verweichlicht, dass wir das Wort Krankheit unter keinen Umständen mehr hören wollen? Wer krank ist, kann den Anforderungen nicht folgen, macht sich selbst entbehrlich. Soll er doch verrecken, er kann aus gesundheitlichen Gründen nicht kommen. Und dort vorne an der Straßenecke steht schon der Mann, der seinen Platz einnehmen will. Bis auch er krank wird.

Keine Krankheit zum Tode

Keine Angst, Leute! Es ist nichts, was mich umbringen wird. Jedenfalls nicht in den nächsten paar Jahren. Und wer weiß schon, was in zwanzig Jahren alles ist. Wer weiß schon, was morgen genau passieren wird? Die kurze Auszeit wird nun noch ein paar Tage dauern. Schritt für Schritt geht es zurück zur Normalität, zurück zu alten Fehlern, zurück zum Leben über den eigenen Verhältnissen. Schließlich war Vernunft noch nie meine große Stärke. Und dann gehen die Tourvorbereitungen eben am kommenden Montag los – was soll’s? Wir sehen uns! Das ist wichtig! Egal wann!

Stichworte

The Disorder

Weltinteressierter, offenaugiger, nachtneugieriger Individualmensch in glücklicher Zweierbeziehung, der Musik und Fotos macht, Bücher schreibt und Filme filmt.

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