Far Away Coming CloserWork in Progress

Nein, reich wird man da nicht…

Schöne neue Welt

Die zweite Hälte des vergangenen Jahres

Dieser Tage kam die Abrechnung! Und zwar die für das zweite Halbjahr des vergangenen Jahres. Also die für die Monate Juli bis Dezember 2014… und wir erinnern uns: Da war doch was! Richtig, denn im Juli erschien nicht nur der Soundtrack zu Silvanas und meinem Film So weit weg immer näher. Die CD mit dem Titel Far Away Coming Closer enthielt auch den Titel Another Night In New York City, der samt aufwendig produziertem Video sozusagen als erste Single aus dem Soundtrack-Album ausgekoppelt wurde.

Jenseits des großen Teiches

Nun, was soll ich sagen: Der Song entwickelte sich wohl zumindest jenseits des großen Teichs zu einem veritablen Hit. Denn laut Abrechnung wurde der Song in den USA, Kanada und Mexiko in diversen Portalen immerhin rund 70.000 Mal gestreamt.

Zur Erklärung für alle, die da noch nicht so bewandert sind: Man streamt einen Song, wenn man ihn sich auf dem Rechner oder Smartphone anhört, ihn aber nicht auf das entsprechende Gerät runterlädt, sprich: downloaded. Dieses Streamen geschieht in der Regel über Portale, die sich genau darauf spezialisiert haben: Die User (oder auch: Nutzer/Abonnenten) zahlen eine monatliche Pauschale, die hierzulande meist irgendwo zwischen 7,90 Euro und 9,90 Euro liegt, haben dafür Zugriff auf eine riesige Musik-Bibliothek, deren Songs sie sich unbegrenzt anhören können – aber eben nur anhören und nicht runterladen. Sie „leihen“ sich den Song also praktisch nur für die Zeit, in der das Ohr auch zuhört. Besitzen ist schließlich so gestern…

Positive Überraschung

Also las ich die Abrechnung und war doch durchaus positiv überrascht… irgendein verrückter Mensch auf der anderen Seite des Atlantiks hat sich den Song innerhalb von sechs Monaten unvorstellbare 70.000 Mal angehört. Oder waren es am Ende doch sogar rund 70.000 Menschen, die sich den Song genau einmal angehört haben? Vielleicht waren es ja auch 35.000 Menschen, die ihn sich jeweils zwei Mal angehört haben. Ich sollte also schleunigst in die USA und dort ein Konzert geben: Ein kleineres Stadion kriegt man mit 35.000 Menschen schon recht voll. Und wenn sich die Leute des Song letztlich vier oder fünf Mal angehört haben, weil er ihnen so gut gefallen hat… es wären immer noch über 10.000 Menschen, die zu meinem Gig kommen würden…

Die Dollarzeichen blinkten nur kurz

Die Dollarzeichen blinkten also schon in meinen Augen, als diese sich auf der Abrechnung den Weg weiter nach unten suchten. Weiter nach unten unter den Strich – dort, wo stand, wie viele Millionen Euro ich mit meinen neuen Fans in Übersee im letzten halben Jahr verdient habe.

Die Leute haben gestreamt

Nun, was soll ich sagen? Es waren 138! Äh, nicht 138 Millionen, sondern 138 Euro. 138,53 Euro, um genau zu sein. Stream!, schoss es mir durch den Kopf. Die Leute haben gestreamt, gestreamt, gestreamt – nicht gekauft, gekauft, gekauft… Schöne neue Welt… aber nein, reich wird man da nicht…

Also dann: Nochmal

Aber was soll’s – dann steht halt in den nächsten Monaten oder Jahren vielleicht wirklich mal eine Tour durch Nordamerika an. Oder es reicht zumindest dazu, dass die Leute so langsam aber sicher auch im guten alten Europa mal auf diesen wirklich guten Song aufmerksam werden. Ach so, Ihr wisst gar nicht, um welchen Song es geht…? Na gut, hier kommt er nochmal – sogar mit Bildern. Und ja: Das Video darf gerne überall und immer wieder geteilt werden. Danke!

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The Disorder

Weltinteressierter, offenaugiger, nachtneugieriger Individualmensch in glücklicher Zweierbeziehung, der Musik und Fotos macht, Bücher schreibt und Filme filmt.

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