Work in Progress

Plötzlich und unerwartet

Wenn es nichts mehr zu sagen gibt

Der Cursor blinkt ins Leere

Irgendwann ist es dann plötzlich geschehen. Das Ende ist da, der Cursor blinkt ins Leere. Nach exakt 111.934 Wörtern ist alles erzählt, die Geschichte beendet. 674.495 Zeichen und jetzt erst bemerke ich, wie müde ich eigentlich bin, wie kaputt und k.o. und wie sehr es mich auf direktem Wege ins Bett zieht. Augenblicklich öffnet sich das schwarze Loch und ich verspüre den Drang und die Notwendigkeit, es für die nächsten Tage erst einmal wegzuschlafen.

Es beginnt, wie es endet

Am späten Montag Abend habe ich die Arbeit am 31. November beendet. Zwei Jahre Arbeit, zwei Jahre auf der Suche nach Ideen… Es beginnt, wie es endet. Mit zwei schwer auseinander zu haltenden Körpern – wohl einem männlichen und einem weiblichen. Und ob es wirklich so endet, sei an dieser Stelle nicht verraten.

Eine Schublade voller neuer Ideen

Die Schublade liegt voller neuer Ideen, doch es wird wohl mindestens ein paar Tage, wenn nicht Wochen, dauern, ehe ich sie öffnen kann. Im Moment ist es zu warm, um klar denken zu können. Ein paar Zeilen müssen reichen:

Und kaum hat der Mann das Hotelzimmer verlassen, ist es wieder dieser weiße Raum. […] Sie liegt, nur mit einem Nachthemd bekleidet, in dem weißen Bett mitten in dem weißen Raum. Linda liegt neben ihr, auch in einem weißen Nachthemd. Fast vermutet man, dass die Beiden auf ihren Flügeln liegen. Die Gesichtsfarbe der Engel unterscheidet sich nur unwesentlich von dem weißen Bettlaken, auf dem sie liegen.
»Dies ist das Ende.«
Absolut synchron die beiden Schönheiten.
»Ich habe einen guten Freund verloren«, sagt Lara und Linda ergänzt, fällt ihr fast ins Wort.
»… eine gute Freundin verloren.«
»Er…«
»Sie…«
Dann wieder beide aus einem Munde.
»… starb ohne Warnung an einem Sonntag Morgen. Dies ist das Ende«
»Du musst zugeben,…«, sagt Linda.
»… dass du nie etwas getan hast,…«
»…ohne einen Zweck zu verfolgen…«
»… und gleichzeitig deine Unschuld zu beteuern«
Jetzt wieder beide.
»Ich gebe dir diese Krone als Zeichen des Scheins und allein zu meiner eigenen Zufriedenheit. Auf Wiedersehen…«
»… mein Freund.«
»… meine Freundin.«
»Dies ist das Ende.«
»Du hast nie etwas getan, um mich zu überzeugen.«
»Ich bezweifle deine Existenz.«
Sie brauchen einen Moment, holen tief Luft und drehen dann die Köpfe zueinander. Sie sehen sich an, dann beginnen sie zu kichern. Der Gedanke an Männer, die auf Frauen mit Achselhaaren stehen, macht sie albern.

Stichworte

The Disorder

Weltinteressierter, offenaugiger, nachtneugieriger Individualmensch in glücklicher Zweierbeziehung, der Musik und Fotos macht, Bücher schreibt und Filme filmt.

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