Auf ReisenWelt- und Geldstadt London

London, angekommen

Auf die Insel in die Hauptstadt

Nässe von oben

Regen in London, der erste Eindruck noch im Flieger. Es schüttet wie aus Kübeln… und wird den ganzen Tag nie wirklich aufhören. Transfer von Gatwick nach Victoria klappt ohne jedes Problem. An Victoria wird erst einmal gefrühstückt. Ein Bacon-Cheese Sandwich, nicht sonderlich lecker, doch es erfüllt seinen Zweck. Auf dem kurzen Weg von der Rail-Station zum Busstop werde ich das erste Mal nass. Es soll nicht das letzte Mal bleiben. Das Hotel finde ich ohne Probleme. Eine gute Gegend, wie mir scheint und von außen sieht das Hotel durchaus ansprechend aus. Auch die Rezeption und die Mini-Empfangshalle machen einen guten Eindruck.

Durch den Regen

In mein Zimmer kann ich jedoch erst ab ein Uhr. Wenigstens meine große Reisetasche kann ich deponieren und stapfe danach durch den Regen in Richtung keine Ahnung. Was kenne ich denn? Hätte ich doch mal in den Reisführer schauen sollen? Runter in die U-Bahn, Lancaster Gate. Picadilly Circus sagt mir was. Also fahre ich erstmal dort hin. Kommt mir tatsächlich bekannt vor. Ich schaue mich kurz um und gehe weiter, ziellos durch den Regen, bereits mit der wagen Sehnsucht nach einem überdachten Platz zum Hinsetzen und noch nicht ahnend, dass es noch über eine Stunde dauern sollte, ehe ich mich auf einer Holzbank niederlasse.

Weiter mit der U-Bahn

Zuerst geht es an den Musical-Theatern der Shaftesbury-Avenue vorbei und im großen Bogen über Tottenham Court bis zurück zum Oxford Circle. Da steige ich dann wieder in die U-Bahn ein – um wenigstens für ein kurzes Stück sitzen zu können. Bis Enbankment fahre ich, ein erster Blick auf die Themse. Der Regen tröpfelt und scheint sie aufzufüllen.

Mit Sandwich und Cola nach Covent Garden

Dann ein Schild: Covent Garden. Kenne ich. Kurz in einen Laden gesprungen, ein Sandwich und Cola gekauft und dann zum Garden, zum Markt. Dann endlich die erste Pause, unter undichtem Dach, aber das ist mir egal. Der Wind pfeift mir durch die nassen Klamotten, aber das Sandwich schmeckt gut. Überall um mich herum höre ich deutsche Stimmen, aber auch französische und japanische, spanische. Zwei Straßenkünstler vertreiben mich von meinem Platz. Nicht, weil sie wollen, dass ich aufstehe, sondern weil plötzlich alle Welt um mich herum einfach stehen bleibt, um den Beiden zuzusehen.

Ein Trödelmarkt ohne Trödel

Trotzdem gehe ich noch über den Trödelmarkt und werde den Eindruck nicht los, dass hier nichts von dem alten Kram wirklich echt und auch nur annähernd so wertvoll ist, wie es die Preise weiß machen wollen. Gegen halb zwei dann erst einmal ins Hotel, ins Zimmer. Der erste Eindruck hat auch hier ein wenig getäuscht. Der durchaus gefälligen Rezeption folgt ein Hotel, welches dringend eine Renovierung brauchen könnte. Wirklich schön ist jedenfalls anders, doch billig ist nun mal billig und wenigstens habe ich einen Kühlschrank auf dem Zimmer. Bleibt das Bier besser kalt. Das Bad ist kaum groß genug, dass man sich um die eigene Achse drehen kann, doch es ist sauber.

Das Ding mit den Steckern

Als ich ein wenig im Reiseführer blättere, um den Rest des Tages zu planen, schlafe ich erst einmal ein. Nicht für lang, doch der Schlaf hilft. Bin schließlich seit 4.30 Uhr auf den Beinen. Danach stelle ich fest, dass die Stecker hier komplett anders aussehen. Dumm gelaufen, hätte ich dran denken müssen… überall hatte ich meine Adapter mit – in Lissabon, St. Petersburg, Riga. Nirgendwo habe ich sie gebraucht und ausgerechnet jetzt liegt das Ding zu Hause.

Das Mädchen mit dem goldenen Ring

Also geht es erst einmal auf die Oxford Street, mitten rein ins Gewusel auf der Suche nach einem Plug-Adapter. Auf dem Weg zur U-Bahn fällt mir plötzlich ein junges Mädchen vor die Füsse. Sie hat einen goldenen Ring auf der Straße gefunden und hält ihn mir entgegen, ob ich meine, dass das echtes Gold sei. Ich muss sie enttäuschen, der Ring ist zu leicht für echtes Gold und fühlt sich verdächtig nach Plastik an. Als sie merkt, dass der Ring für ihre Finger viel zu groß ist, will sie ihn mir schenken, doch ich lehne mit dem Hinweis auf die vier Ringe an meinen Händen dankend ab.

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The Disorder

Weltinteressierter, offenaugiger, nachtneugieriger Individualmensch in glücklicher Zweierbeziehung, der Musik und Fotos macht, Bücher schreibt und Filme filmt.

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