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So wie einst Bert Brecht: In Buckow

SO WIE EINST BERT BRECHT: IN BUCKOW

SO WIE EINST BERT BRECHT: IN BUCKOW

Buckow (Deutschland)
52° 34′ N, 14° 4′ O • 29 m üNN • UTC+2
1.464 Einwohner  • 14,42 km² • 102 Einw./km²
www.kurstadt-buckow.de
26.07.2020

Kleiner Ort ganz weit draußen

Im Herzen der Märkischen Schweiz, wenn man Berlin ganz weit im Osten verlassen und auch Strausberg hinter sich gebracht hat, taucht mitten im ländlichen Nirgendwo eine kleine Ortschaft auf, von der schon der große Bertolt Brecht derart angetan war, dass er sich ganz am Rande direkt beim Wald für mehrere Jahre ein kleines Anwesen geleistet hat.

Ideal für Ausflüge

Heute lädt Buckow mit seiner wunderschönen Lage in einer Senke zwischen drei Seen vor allem zu Spaziergängen bei Tages- oder Wochenendausflügen ein. Wer auf eine Übernachtung in Buckow verzichtet und entsprechend keinen Parkplatz am Hotel oder der Ferienwohnung hat, kann den Wagen am besten entweder bei der Stadtscheune am Ortseingang oder direkt hinter dem Marktplatz auf einem öffentlichen Parkplatz abstellen. Beide Parkplätze sind kostenlos und bieten den idealen Startpunkt für eine Entdeckungsrunde durch den Ort.

Ganz am Rand: Die Villa von Brecht und Weigel

Für Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, ist der Weg zum Brecht-Haus nur per Fahrzeug zu empfehlen. Zwar stehen bereits im Ortinneren viele Hinweise zur Villa, die der Dramatiker und Lyriker ab 1952 zusammen mit Helene Weigel bewohnte, doch zieht sich der Weg bis an den Waldrand am Ende doch sehr. An der Villa selbst gibt es einen Parkplatz und wer auf eine kleine Runde zu Fuß nicht verzichten möchte, dem sei der Waldweg empfohlen, der hinter der Ortschaft direkt an der Villa beginnt.

Nur noch Muserumsbahn

Eine Möglichkeit Buckow mit der Regionalbahn zu erreichen, gibt es leider nicht. Zwar verfügt der Ort über einen Bahnhof, doch dieser ist ein Kopfbahnhof, der ausschließlich von der Buckower Kleinbahn angefahren wird. Die Schmalspurbahn ist nicht ans Schienennetz der Deutschen Bahn angeschlossen und führt lediglich vom Bahnhof Müncheberg (Mark) über knapp fünf Kilometer nach Bockow. Seit der Einstellung des regulären Fahrbetriebs auf der Strecke im September 1997 wird die kurze Wegstrecke vom Verein »Museumsbahn Buckower Kleinbahn e.V.« aufrecht erhalten.

Wunderschön: Das Strandhotel Buckow

Für eine Stärkung – sei es zum Mittagessen oder am Nachmittag zu Kaffee und Kuchen – sei noch das Strandhotel Buckow empfohlen. Das sehr freundliche und zuvorkommende Personal verwöhnt mit leckeren Speisen und Getränken und während man sich stärkt, hat man einen wunderbaren Ausblick auf den Schermützelsee. Wie der Name schon verrät kann man im Strandhotel auch übernachten – und überhaupt: Auch, wenn man gerade im Sommer natürlich gerne draußen sitzt, lohnt ein Blick ins Innere des Hotels und Cafés immer.

Kein Schloss im Schlosspark

Ein kleiner Tipp noch: Im Schlosspark Buckow kann man ausgiebig spazieren und am Eingang in der Ortsmitte gibt es sogar einen Kneipp-Pfad für die Gesundheit. Machen Sie sich allerdings bitte nicht auf die Suche nach dem Schloss. Sie werden ergebnislos umherirren. Das Schloss von 1663, das dem Park noch heute den Namen gibt und 1802 mit einer Fassade von Karl Friedrich Schinkel versehen wurde, wurde 1948 abgerissen und exisitiert nicht mehr.

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