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Auf der Burg Lichtenberg

AUF DER BURG LICHTENBERG

AUF DER BURG LICHTENBERG

Burg Lichtenberg (Pfalz / Deutschland)
43° 33′ N, 7° 21′ O • 393 m üNN • UTC+2
Thallichtenberg: 541 Einwohner  • 5,72 km² • 95 Einw./km²
www.burglichtenberg-pfalz.de
15.07.2020

Mehrere Burgen

Sucht man im Internet nach der Burg Lichtenberg werden einem in einer guten Suchmaschine mindestens neun verschiedene Einträge angezeigt. Auch Wikipedia hat mehrere Artikel, die sich mit einer Burg Lichtenberg beschäftigen. Gemeinsam haben all diese Burgen und Burgruinen jedoch im Grunde nur eine Sache: Sie liegen nicht im Berliner Bezirk Lichtenberg.

Im südlichen Rheinland-Pfalz

Die Burg Lichtenberg, auf der ich Mitte Juli 2020 unterwegs war, liegt im südlichen Rheinland-Pfalz – direkt an der Grenze zum Saarland. Wenn man so will thront sie über dem kleinen Örtchen Thallichtenberg. Von der 500-Seelen-Gemeinde dürften vor allem Fußballfans schon einmal gehört haben, stand doch die Wiege von FIFA-Schiedsrichter Christian Dingert in Thallichtenberg.

Nie erobert worden

Die Burg Lichtenberg wurde im Jahr 1214 im Rahmen eines Rechtsstreites erstmals urkundlich erwähnt und wie fast jede Ruine hat auch sie seitdem eine wechselvolle Geschichte durchgemacht. Zwar wurde sie nie durch Angriffe erorbert oder zerstört, galt laut diverser Schriften jedoch schon im Jahr 1693 als verwahrlost und ruinös. Und das, obwohl sie zu dieser Zeit noch herrschaftlich genutzt wurde.

Ein Großbrand zerstört die Burg

Schwer beschädigt wurde die Burg am 26. Oktober 1799 durch ein Großfeuer. Und obwohl sie auch danach noch weiter bewohnt wurde, wurde die Burg nach dem Feuer nie wieder komplett aufgebaut und gilt daher seitdem als Ruine. Bereits seit 1895 steht die Ruine unter Denkmalschutz, die Vorburg wurde 1922 zur Jugendherberge umgebaut und ist dies bis heute.

Jugendherberge und Museen

Neben der Jugendherberge findet man in der Burgruine ein Restaurant, das Pfälzer Musikantenland-Museum sowie seit 1998 das Urweltmuseum GEOSKOP. Dieses Museum stört leider ein wenig, den sonst sehr urigen Eindruck der Burg. Wenn man schon der Meinung ist, man müsse mitten in die Burg einen hsslichen Betonklotz setzen, hätte man sich ja wenigstens überlegen können, das Betongrau etwas zu verkleiden. So aber stört der Klotz schon sehr, auch wenn das Museum als solches interessante Einblicke gewährt.

Jazzmusik und Aussicht

Einmal im Jahr ist die Burg eine der Spielstätten des Jazzfestivals palatia jazz. Im Zentrum der Burgruine fällt der etwa 33 Meter hohe Bergfried auf, der tagsüber als Aussichtturm bestiegen werden kann.

Kostenloser Tagestrip

Der Eintritt sowohl zum Turm als auch zur gesamten Burganlage ist frei. Für einen ausgiebigen Spaziergang über das Burggelände inklusive Kaffee- und Kuchenpause im Burg-Restaurant reicht es, wenn man einen halben Tag einplant. Man hat dann genügend Zeit, die gesamte Anlage abzugehen und zu erkunden. Wer jedoch einen Besuch des GEOSKOP plant, sollte sich den ganzen Tag Zeit nehmen.

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