01
/
01
/
DiSORDERUNIVERSE

Das Ende ist nah

DAS ENDE IST NAH

Nur 28 Tage

Ganz weit vorne in der Liste meiner Lieblingsfilme liegt bis heute ein Film aus dem Jahr 2003. Regisseur Danny Boyle hatte einen Endzeit-Thriller mit dem damals noch ziemlich unbekanntern Cillian Murphy inszeniert. In »28 Days Later« rafft ein Virus mit dem einfachen Namen Wut fast die gesamte Menschheit dahin. Wie dies im Detail geschieht, erfährt der Zuschauer nicht. Nach einem kurzen Prolog beginnt der Film damit, dass Jim (Cillian Murphy) in einem Krankenhaus erwacht und feststellen muss, dass er im sonst so emsigen und quirligen London plötzlich allein ist.

Unser Schicksal ist besiegelt

Ein Schicksal, das jedem von uns nun in nächster Zeit auch blühen kann – zumindest scheinen diejenigen daran zu glauben, die sich von der täglich größer werdenden Hysterie um das Corona-Virus anstecken lassen. Eines Tages in nicht allzu ferner Zukunft wache ich also auf und bin plötzlich allein auf der Welt. Ein klitzekleiner Erreger erobert die Welt und in Berlin sind plötzlich die Regale in den Supermärkten leer. Keine Nudeln mehr, kein Klopapier und auch Konserven werden knapp.

Die Leute drehen durch

Wirklich erklären kann das niemand. Gesundheitsminister Spahn ermahnt die Bevölkerung, bitte besonnen zu bleiben, stellt aber gleichzeitig klar: »Der Höhepunkt der Verbreitung ist noch nicht erreicht.« Oder aber eben, was die meisten Leute zu verstehen scheinen: »Wir alle schweben in höchster Lebensgefahr!« – »Hey, Nachbar, ich habe Halsschmerzen und schon morgen könnte auch Dein letztes Stündchen geschlagen haben.«

Ja, es kann gefährlich werden

Festzuhalten bleibt: Eine Infektion mit dem Corona-Virus kann in der Tat tödlich enden. Bei geschwächtem Immunsystem, zum Beispiel, oder entsprechenden Vorerkrankungen. Und ja: Jeder tote Mensch ist ein Toter zuviel. Aber deshalb gleich in Panik verfallen? Mit Sicherheit übertrieben!

Wir müssen helfen

Doch gerade, wenn wir den Schwachen und Geschwächten helfen und vor dem Virus schützen wollen – in Panik zu verfallen, bewirkt da eher das Gegenteil. Wer die Regale in Supermärkten leer kauft, denkt dabei nur an sich, ist egoistich und rücksichtslos. Hauptsache, ich bin versorgt – was interessiert es mich, ob jemand anders die Dinge viel dringender bräuchte. Gemeinsam gegen rechts? Ja, gerne. Gemeinsam gegen das Corona-Viraus? Lass mal überlegen…

Hamsterkäufe in Berlin

Kaum wurde am Dienstag hier in Berlin der erste Corona-Fall bestätigt, spielten sich in diversen Supermärkten der Stadt wahre Weltkriegsszenarien ab. Die Leute standen z.T. mit zwei prall gefüllten Einkaufswagen an der Kasse und hinterließen leergeräumte Regale. Sinn macht das nicht, aber scheinbar beruhigt es.

Der wahre Zustand der Gesellschaft

Zumindest aber zeigt es mal wieder allzu deutlich, wie es mit der Intelligenz der Menscheit im Jahre 2020 so bestellt ist: Nämlich gar nicht gut. Die Leute laufen mit Atemmasken durch die Stadt, für die sie auf ebay oder anderen Internetportalen zum Teil horrende Preise bezahlt haben. Allein: Die Masken helfen zwar, andere Menschen nicht anzustecken. Für den eigenen Schutz sind die Dinger jedoch praktisch wirkungslos. Nicht umsonst sind es bei einer OP die Chirurgen, die einen Atemschutz tragen und nicht die Patienten auf dem OP-Tisch. Schon mal darüber nachgedacht?

Was steckt dahinter?

Und auch schion mal darüber nachgedacht, was am Ende der letzten Epidemien und Pandemien so stand? Leben wir heute im Klammergriff der Schweinegrippe? Bestimmt das SARS-Virus heute unser Leben?
Oder denken wir einfach mal ketzerisch… Jens Spahn und Horst Seehofer nutzen jede Gelegenheit, ihre Befürchtungen zum Thema Corona unter die Bevölkerung zu bringen. So etwas nennt man dann auch gerne »Interesse hoch halten«, die Leute gedanklich zu beschäftigen. Dabei hätte gerade Innenminister Horst Seehofer mit den armen Menschen an der türkisch-griechischen Grenze durchaus andere Probleme zu lösen. Schade nur, dass dem CSU-Politiker zwar in Sachen Corona immer wieder neue Aspekte der inneren Sicherheit einfallen, er in Sachen Einwanderungspolitik jedoch weiterhin ähnlich enfallslos bleibt, wie die meisten seiner europäischen Polit-Kollegen.

Was gibt es sonst Neues?

Ablenkungsmanöver nennt an so etwas. Ängste schüren, vermeintliche Lösungen präsentieren, um andere, mitunter viel unangenehmere, jedoch weiterhin ungelöste Probleme in den Hintergrund zu drängen. Oder – seien wir ehrlich – wann genau war die Führungsschwäche in der CDU das letzte Mal ein Thema? Und hast du eigentlich mitgekriegt, dass heute in Türingen ein neuer Ministerpräsident gewählt worden ist?

Kommentar verfassen