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Dunkles Brett in Berlin

DUNKLES BRETT IN BERLIN

Gäste aus Portugal und Griechenland

Am Samstag (07.12.19) waren Moonspell in Berlin, um ihr opulentes Album »1755« vorzustellen. Die Portugiesen behandeln auf ihrem düsteren Konzept-Longplayer das große Erdbeben, bei dem in eben jenem Jahr 1755 fast die gesamte Bevölkerung Lissabons ums Leben kam. An das Beben anschließende Feuerbrünste und ein durch die Erruption ausgelöster Tsunami kosteten damals über 100.000 Menschen das Leben. Kein Wunder also, dass das in ihrer portugiesischen Muttersprache gehaltene Album das bei weitem düsterste und härteste Album der jüngeren Bandgeschichte ist. Auf ihrem Konzert im Huxleys fand die Band um Frontmann Fernando Ribeiro in der Setlist eine gute Mischung aus Songs vom aktuellen Album und versschiedenen Klassikern früherer Werke. Ein gelungener Konzertabend mit ordentlich Kopfnicken in schwarz. Sehr solide und souverän, wie man es von einer Band, die seit 25 Jahren auf der Bühne steht, erwarten darf.

Sehr gutes Gesamtpaket

Passend zu ihrer dunklen Performance hatten sich Moonspell für die Tour mit Rotting Christ zusammengetan. Die Black-Metal-Band aus Griechenland ist noch etwas länger im Geschäft als Moonspell und gründete sich 1987. Das aktuelle Album »The Heretics« funktionierte live noch besser als auf Platte und sorgte im Huxleys ordentlich dunkle Vibes. Insgesamt ein der dunklen Jahreszeit mehr als angemessener Abend.

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